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Was kosten Stromspeicher?

Die Kosten für einen Stromspeicher der Photovoltaik-Anlage liegen im Durchschnitt zwischen ca. 6.000 Euro und ca. 15.000 Euro, je nach Größer der Anlage. Entscheidend für die Anschaffung eines Stromspeichers ist der Preis pro gespeicherter kWh. Verbraucher zahlen für Haushaltsstrom in Deutschland im Schnitt rund 30 Cent pro Kilowattstunde. Bei einer geschickt gewählten Komplettlösung aus Photovoltaikanlage, Stromspeicher und Installation kostet die gespeicherte Kilowattstunde etwa 27 Cent. Unterm Strich bleibt also ein kleiner Gewinn.

Stromspeicher Kosten für private Haushalte und Gewerbetreibende

Stromspeicher Angebote einholen

Im Mittelpunkt des Verbraucherinteresses steht der Wunsch nach Stromspeichern für die Anwendung im eigenen Haushalt sowie die Frage nach den damit verbundenen Kosten. Wiegt die Option, Energiekosten zu sparen, die Investition in ein entsprechendes Speichersystem auf? Diese Frage lässt sich mit fortschreitender Zeit immer deutlicher bejahen, denn die Anschaffungskosten für Stromspeicher fallen rapide. Im Jahresverlauf 2014 sind die Speicherpreise um etwa ein Viertel gesunken. Dementsprechend kräftig zog die weltweite Nachfrage an. US-amerikanische Marktforscher erwarten, dass sich der globale Markt für Solarstromspeicher innerhalb der nächsten drei Jahre um den Faktor zehn vergrößern wird. Auch der Bundesverband Solarwirtschaft rechnet mit einer Vervielfachung der Nachfrage in den kommenden Jahren. Nicht zuletzt, da inzwischen auch die Automobilhersteller – Stichwort Elektromobilität – verstärktes Interesse an leistungsfähigen Speichertechnologien zeigen.

Sinkende Speicherpreise dank Elektromobilität

Die fortschreitende Entwicklung elektromobiler Lösungen für den Straßenverkehr erweist sich als idealer Nährboden für alltagstaugliche Stromspeicher. Um Elektrofahrzeugen möglichst große Reichweiten zu ermöglichen, ist die internationale Automobilindustrie an einer stetigen Verbesserung entsprechender Batteriespeicher interessiert und entwickelt diesbezüglich entweder eigene Lösungen oder arbeitet eng mit Speicherherstellern und Unternehmen aus der Energiewirtschaft zusammen. Das Ergebnis sind rapide Technologiesprünge und verbraucherfreundliche Preisstürze. Zwei große Player der weltweiten Automobilbranche haben sich bereits sehr früh auf dem Markt für Haushaltsspeicher gezeigt: Nach der im Mai 2015 erfolgten Ankündigung des kalifornischen Elektroauto-Pioniers Tesla, ins Geschäft mit stationären Batteriespeichern einzusteigen, hat der deutsche Automobilkonzern Daimler nur einen Monat später nachgezogen. Ab Herbst 2015 soll die Unternehmenstochter Accumotive die ersten Modelle ausliefern. Tesla hat für seinen im Sommer 2015 auf dem amerikanischen Markt in Serie gehenden Batteriespeicher „Powerwall“ einen Kampfpreis von etwa 3.000 Dollar für Einsteigermodelle angekündigt.

Speicherpreise sind für Privathaushalte erschwinglich

Im Rahmen der Intersolar Europe 2015, der weltweit führenden Fachmesse der Solarwirtschaft, befragte Energiebloggerin Cornelia Daniel-Gruber Dr. Andreas Gutsch, Forscher am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), zum Thema Stromspeicher für Privathaushalte. Die Energiebloggerin wollte wissen, ob es schon heute Sinn macht, in Batteriespeicher zu investieren und ob sich die Kombination Solaranlage/Stromspeicher für den Hausgebrauch rechnet?

Intersolar 2015: Dr. Andreas Gutsch im Interview mit der Energiebloggerin Cornelia Daniel-Gruber

Macht es jetzt schon Sinn in Speicher zu investieren?

Rechnen sich Batteriespeicher schon?

 

Andreas Gutsch im Interview: Zusammenfassung:

Die Kernaussagen von Dr. Andreas Gutsch auf einen Blick:

Deutsche Verbraucher zahlen für Haushaltsstrom im Schnitt rund 30 Cent pro Kilowattstunde. Bei einer Komplettlösung aus Photovoltaikanlage, Stromspeicher und Installation kostet die gespeicherte Kilowattstunde etwa 27 Cent. Unterm Strich bleibt also schon heute ein kleiner Gewinn.

Sowohl für Stromspeicher als auch Solaranlagen gilt bis zu einer gewissen Minimalgrenze: Je kleiner, desto profitabler. Der Grund: Bei kleinen Anlagen liegt der besonders lohnenswerte Eigenverbrauch automatisch höher. Tipp des Experten für einen Vier-Personen-Haushalt: Ein Batteriepeicher zwischen vier und sechs Kilowattstunden und eine Photovoltaikanlage mit drei bis vier Kilowatt Peak sind ideal.

Wann kommt der Durchbruch? Bereits 2015 sind Stromspeicher für Privathaushalte „Ready for Durchbruch“, ab 2016 rechnet die Branche mit steigenden Produktionskapazitäten.

 

Kostenreduktion und Amortisierung

Investitionen in Speichersysteme können sich für Privathaushalte in verschiedener Hinsicht lohnen. Entscheidend ist stets, dass Energiespeicher eine Kostenreduktion durch eine deutliche Erhöhung der Eigenverbrauchsquote ermöglichen. Besonders überschaubare Amortisationszeiten bieten beispielsweise Wärmespeicher. Sie sind in der Herstellung relativ preiswert, technisch unkompliziert und erfordern in Verbindung mit den Anschaffungskosten für die entsprechenden Wärmekollektoren recht übersichtliche Investitionen bei spürbar sinkenden Heizkosten von etwa 30 Prozent. So erwirtschaften die Anlagen ihre ursprünglichen Kosten innerhalb weniger Jahre und sparen nach der Amortisation bares Geld. Etwas länger als bei der Solarthermie gestaltet sich der Amortisationsprozess bei der Kombination Stromspeicher und Photovoltaikanlage. Noch, denn sowohl die Preise für Photovoltaikmodule als auch für Batteriespeicher fallen rapide. Die Investition ist auch deshalb lukrativ, weil die gesammelte Energie für verschiedene Zwecke eingesetzt werden kann: nicht nur in den eigenen vier Wänden, wo Betreiber von Solaranlagen ihren Eigenverbrauch durch einen Stromspeicher von 30 auf 70 Prozent und darüber hinaus steigern können, sondern zum Beispiel auch für elektromobile Anwendungen. Für Nutzer von Elektroautos ist das praktisch kostenlose Laden ihrer Fahrzeuge mit Strom vom eigenen Dach in der Gegenrechnung zu konventionellen Spritpreisen wohl eines der attraktivsten Investments.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kosten für Stromspeicher im Jahr 2015 für Neuintallationen mit rund 27 Cent für die gespeicherte kWh (Speicher + PV - Anlage + Installation) erstmals günstiger als die eingekaufte kWh (30 Cent) ist und sich die Anschaffung lohnt.


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