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Stromspeicher Rendite

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Die entscheidende Frage, die sich für Verbraucher im Zusammenhang mit der möglichen Anschaffung eines Stromspeichers stellt, lautet: Zahlt sich die Investition in ein Speichersystem durch eine verlässliche Rendite aus? Zur Beantwortung dieser Frage lohnt sich ein kurzer Blick auf die bisherige Chronik der Marktentwicklung sowie auf Prognosen für die nahe Zukunft: Im Jahr 2014 sind die Preise für Batteriespeicher um ein Viertel gesunken. 2015 gilt als das Jahr, in dem die Technologie reif für den Durchbruch ist, während bereits in 2016 mit steigenden Produktionskapazitäten, höherer Angebotsvielfalt und nochmals sinkenden Preisen gerechnet wird. Zwischen 2017 und 2018, so besagen Prognosen, dürften Stromspeicher die Schwelle zur Wirtschaftlichkeit endgültig überschreiten und die gespeicherte Kilowattstunde Solarstrom spürbar lukrativer machen als den Haushaltsstrom vom Energieversorger. Zahlt sich die Anschaffung eines Speichers also aus? Mittel- bis langfristig definitiv ja, muss die Antwort lauten.

Ratgeber Stromspeicher kaufen


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Eigenverbrauch ist Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit

Sonnenstrom vom eigenen Dach ist bereits seit Jahren günstiger als der durchschnittliche Preis für Haushaltsstrom vom Energieversorger. Das Dilemma: An besonders sonnenreichen Tagen produzieren private Photovoltaikanlagen Stromüberschüsse, die ohne Speichermöglichkeit ungenutzt bleiben bzw. ins Netz abgegeben werden müssen. Zudem bringt die Mittagszeit in der Regel die höchste Energieausbeute, während der größte Strombedarf im Haushalt eher in die Morgen- und Abendstunden fällt. Generell gilt: Je nach Witterung, Jahres- und Tageszeit ist die Stromerzeugung durch private Photovoltaikanlagen starken Schwankungen ausgesetzt und übersteigt selten Eigenverbrauchsquoten von 30 Prozent. Die Lösung für dieses Problem sind Stromspeicher, deren Integration für Betreiber von Solaranlagen finanziell immer attraktiver wird, da sie je nach Kapazität zwischen 50 und 80 Prozent des häuslichen Strombedarfs decken können.

Bis zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Frühjahr 2014 war der Betrieb einer Photovoltaikanlage ohne Speichersystem für private Nutzer deutlich wirtschaftlicher als die Einbindung einer Sonnenbatterie. Aus zwei Gründen: Erstens zog sich die Amortisation der Anschaffungskosten durch die noch hohen Speicherpreise sehr lange hin, zweitens machten gewinnträchtige Vergütungssätze die Einspeisung der erzeugten Energie ins öffentliche Netz attraktiver als den Eigenverbrauch. Inzwischen haben sich die Vorzeichen jedoch verändert: Die stark gesunkene Einspeisevergütung macht den Eigenverbrauch selbst erzeugten Solarstroms lohnenswerter und sinkende Kaufpreise lassen Stromspeicher in Kombination mit staatlichen Förderzuschüssen zu einem immer wirtschaftlicheren Modell werden, das schon in absehbarer Zeit positive Rendite verspricht.

Wann ist ein Stromspeicher rentabel?

Ob sich die Investition in einen Batteriespeicher schon heute rechnet, hängt maßgeblich davon ab, ob im betreffenden Haushalt bereits eine Solaranlage vorhanden ist, und wenn ja, wann diese installiert wurde. Für ältere Photovoltaikanlagen, die vor dem Jahr 2009 in Betrieb gegangen sind, gilt noch immer die sehr lukrative Einspeisevergütung von 30 Cent pro Kilowattstunde und mehr. Anlagen, die zwischen 2009 und 2012 installiert wurden, erhalten eine nach Eigenverbrauchsanteil gestaffelte Einspeisevergütung, die ebenfalls attraktiv sein kann. Da der Staat die Nachrüstung eines Batteriespeichers ohnehin nur bei Solaranlagen fördert, die nach 2012 in Betrieb genommen wurden, erzielen Betreiber älterer Systeme in der Regel höhere Renditen, wenn sie auf eine optimale Kombination aus Einspeisevergütung und Eigenverbrauch setzen – fünf Prozent und mehr sind trotz der sinkenden Solarförderung noch immer möglich. Für Haushalte mit Bestandsanlagen, die sich ungeachtet der momentanen Rentabilität unabhängiger von steigenden Strompreisen machen und klimafreundlichen Strom für den Eigenbedarf produzieren wollen, kann die Anschaffung eines Stromspeichers natürlich trotzdem sinnvoll sein.

Aus wirtschaftlicher Perspektive wirklich interessant werden Batteriespeicher aber vor allem in Kombination mit Neuanlagen. Hier greift die volle staatliche Förderung, während die Einspeisevergütung nach der EEG-Reform 2014 mit nur noch rund 12 Cent pro Kilowattstunde vergleichsweise niedrig ausfällt. Dementsprechend erstrebenswert ist ein maximaler Eigenverbrauchsanteil, der wiederum nur mit einem Stromspeicher realisierbar ist. Da die Speicherpreise aller Wahrscheinlichkeit nach bereits in naher Zukunft weiter fallen werden und gleichzeitig von einem ungebrochen angespannten Strompreisniveau in Deutschland auszugehen ist, verspricht die Integration eines Batteriespeichers in eine neue Photovoltaikanlage immer höhere Renditen.

Lukratives Zukunftsmodell: Vernetzte Stromspeicher

Unser Versorgungssystem ist zunehmend durch die volatile Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom geprägt. In diesem Zusammenhang können Batteriespeicher in Zukunft nicht nur von Nutzen für die privaten Betreiber sein, sondern darüber hinaus als wirksame Energiereserve im Hinblick auf einen stabilen Netzbetrieb und die Versorgungssicherheit des Landes fungieren. Studien besagen, dass Batteriespeicher künftig einen maßgeblichen Teil der Regelleistung bereitstellen werden, die bislang von konventionellen Kraftwerken erbracht wird. Das Stichwort lautet: Vernetzung. Viele kleine Einheiten, die zu großen Pools gekoppelt werden. Erste Pilotvorhaben der Energiewirtschaft, die Speicherbetreibern durch die Teilnahme am Markt für Regelenergie eine zusätzliche Einnahmequelle bieten, existieren bereits. So vernetzt beispielsweise das Hamburger Ökonergie- und IT-Unternehmen LichtBlick, welches zugleich die deutschlandweite Vermarktung von Teslas „Powerwall“ übernimmt, viele lokale Speichereinheiten zu einem virtuellen Kraftwerk, der sogenannten „SchwarmBatterie“. Von einer Steuerungszentrale gelenkt, gleichen die gekoppelten Batteriespeicher Stromlücken und -überschüsse intelligent aus. Das Prinzip soll das Stromnetz der Zukunft ebenso zuverlässig stabilisieren, wie es heutzutage große, zentrale Pumpspeicherwerke tun.

Der Vorteil für die privaten Betreiber der angeschlossenen Batteriespeicher: Sie werden unmittelbar an den Energiemarkt-Erlösen beteiligt – und zwar auf einem Niveau, das in der Regel deutlich über dem von Börsenstrompreisen und EEG-Vergütungssätzen liegt. Beispielrechnungen zeigen, dass Speicherbetreiber durch die Teilnahme am Regelenergiemarkt jährliche Einnahmen von mehreren hundert Euro erzielen können, womit sich die Rentabilität des heimischen Systems merklich erhöht.