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Stromspeicher installieren

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Für die Nutzung als Sonnenbatterie in Privathaushalten kommt in der Regel eine von zwei am Markt etablierten elektrochemischen Speichertechnologien zum Einsatz: Lithium-Ionen-Speicher oder Blei-Akkus. Eine weitere vielversprechende Technologie, die sich in Zukunft unter anderem für die häusliche Anwendung als Solarstromspeicher eignen könnte, ist die sogenannte Redox-Flow-Zelle, auch Flüssigbatterie genannt, die bislang vor allem in Großspeichern zum Einsatz kommt.

Ratgeber Stromspeicher kaufen


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Welche Technologie ist ratsam?

Blei-Akkumulatoren sind erprobte und bereits längerfristig auf dem Stromspeicher-Markt etablierte Geräte. Ihr größter Vorteil gegenüber neueren Technologien liegt in den vergleichsweise geringen Anschaffungskosten. Nachteilig für den Einsatz als Solarstromspeicher wirkt sich hingegen die nach heutigen Maßstäben eher geringe Lebensdauer der Blei-Akkus von maximal acht Jahren und höchstens 3.000 Ladezyklen aus. Die Lithium-Ionen-Technologie bietet demgegenüber eine erwartbare Betriebsdauer von gut 20 Jahren bei 8.000 Zyklen und mehr. Diese Lebenserwartung entspricht passenderweise genau der einer durchschnittlichen Photovoltaikanlage. Auch der Wirkungsgrad von Lithium-Ionen-Speichern übersteigt den von Blei-Akkus je nach Modell um zehn bis 30 Prozent. Trotz der momentan noch höheren Anschaffungskosten sind sich Branchenexperten und Marktanalysten einig, dass die Lithium-Ionen-Technologie bereits kurzfristig den Markt für Solarstromspeicher beherrschen wird.

Welcher Stromspeicher passt zu welcher Solaranlage?

Sowohl für Stromspeicher als auch bei Solaranlagen gilt bis zu einer gewissen Minimalgrenze der Leitspruch: je kleiner, desto profitabler. Begründet ist dies durch die Tatsache, dass der besonders rentable Eigenverbrauch bei kleiner dimensionierten Anlagen automatisch höher ausfällt. Für einen Vier-Personen-Haushalt erweist sich auf dem aktuellen Stand der Dinge die Kombination aus einer Photovoltaikanlage mit drei bis vier Kilowatt Peakleistung und einem Batteriepeicher zwischen vier und sechs Kilowattstunden als ideal. Abgesehen von der reinen Erzeugungs- bzw. Speicherkapazität gilt es bei der Anschaffung einer Sonnenbatterie noch eine Reihe weiterer Faktoren zu beachten:

Der Eigenstrombedarf eines Haushaltes ist eine maßgebliche Größe zur idealen Dimensionierung des Stromspeichers. Um einerseits einen möglichst hohen Eigenverbrauch zu erzielen und andererseits die Entladungstiefe des Speichers nicht zu überschreiten, sollte der individuelle Stromverbrauch so genau wie möglich berechnet und in die Hand in Hand mit einem Fachbetrieb stattfindende Planung einbezogen werden.

Der Wirkungsgrad einer Sonnenbatterie zeigt an, wie viel des erzeugten Solarstroms tatsächlich gespeichert werden kann bzw. wie hoch die Verluste beim Speichervorgang ausfallen. Die unterschiedlichen am Markt verfügbaren Systeme und Modelle variieren hierbei zwischen 70 und 95 Prozent. Der empfohlene Wirkungsgrad einer modernen Lithium-Ionen-Batterie sollte 90 Prozent nicht unterschreiten.

Die Lebensdauer und Garantie eines Stromspeichers sind für Haushalte, die eine entsprechende Investition tätigen, wichtige Entscheidungsgrößen. Im Hinblick auf die Nutzungsdauer sollten Haushalte, auch in Abstimmung mit der Lebenserwartung ihrer Photovoltaikanlage, zwischen zehn und 20 Jahre einkalkulieren. Dementsprechend gilt es, auf eine Vollgarantie von mindestens zehn Jahren zu achten, die bei den meisten Herstellern ohnehin üblich ist.

Stromspeicher auswählen, anschaffen und anschließen

Generell kann jede neue oder bereits bestehende Photovoltaikanlage mit einem Stromspeicher kombiniert werden. Planung und Installation sollten unbedingt in enger Abstimmung mit einem Fachbetrieb stattfinden – nicht zuletzt, um eine maximale Inanspruchnahme der staatlichen Förderung sicherzustellen. Heutige Batteriespeicher für den Hausgebrauch sind in etwa kühlschrankgroß bei einer etwas geringeren Gerätetiefe und in der Regel modular aufgebaut, so dass die Speicherkapazität je nach Strombedarf und Größe der Solaranlage individuell auf den jeweiligen Haushalt abgestimmt werden kann.

Als optimaler Standort für den Batteriespeicher empfiehlt sich ein Raum, in dem ganzjährig konstante und gemäßigte Temperaturen herrschen, beispielsweise ein Hauswirtschaftsraum oder ein frostfreier Keller. Ein Stromspeicher sollte weder bei Minusgraden noch bei Temperaturen jenseits von 40 Grad Celsius arbeiten, um sowohl Schäden als auch Effizienzverluste auszuschließen. Der Betrieb der Speicher selbst verursacht weder eine nennenswerte Geräuschentwicklung noch eine übermäßige Wärmebildung. Einmal angeschlossen, arbeitet ein Stromspeicher in Abstimmung mit der gekoppelten Solaranlage vollautomatisch.