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Solarstromspeicher in Deutschland: Zahl verdoppelt, Kosten halbiert

12.06.2020
Solarstromspeicher in Deutschland: Zahl verdoppelt, Kosten halbiert

Durchbruch der Sonnenbatterie: Innerhalb von nur zwei Jahren hat sich die Zahl der in Deutschland installierten Solarstromspeicher verdoppelt. Demgegenüber haben sich die Preise für entsprechende Systeme nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft in den letzten Jahren halbiert.

200.000 Solarstromspeicher installiert

Bundesweit sind nach Angaben des Brachenverbandes BSW inzwischen 200.000 Solarstromspeicher in Betrieb. In den Jahren 2018 und 2019 sei die Nachfrage in Deutschland jeweils um rund 50 Prozent angewachsen. Trotz der Corona-bedingt schwierigen Wirtschaftslage rechnet der BSW auch für dieses Jahr mit einem weiteren Marktwachstum.

"Solar-Sorglos-Pakete" im Trend

"Immer mehr Bürger und Unternehmen wollen möglichst große Anteile ihres Strombedarfs mit Hilfe der Photovoltaik klimafreundlich und preiswert selbst erzeugen. Bei neuen Solardächern gehört die Installation einer Solarbatterie inzwischen deshalb meist dazu", sagt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. "Der Trend geht klar zu Solar-Sorglos-Paketen, bestehend aus einer Solaranlage auf dem Dach, einem Solarspeicher im Keller und einer Solartankstelle vor der Haustür."

Tipp: Kaufberatung für PV-Anlagen und Stromspeicher

Stromspeicher - unverzichtbar für Klima- und Energieziele

Für die Umsetzung ambitionierter Klimaziele, zur Vermeidung einer Stromlücke und zum Ausgleich von schwankenden Stromerträgen aus erneuerbaren Energien halten Marktforscher eine Verzehnfachung der Speicherkapazität in Deutschland auf rund 18 Gigawattstunden in den kommenden zehn Jahren für erforderlich. Ende 2019 waren laut BSW-Zahlen hierzulande rund 1,8 Gigawattstunden in Form von Heim-, Gewerbe- und Netzspeichern installiert.

"Solarspeicher sind für einen wirksamen Klimaschutz unverzichtbar", sagt Carsten Körnig. Damit sie ihre wichtige Pufferfunktion für die Energiewende erfüllen könnten, müssten weitere Marktbarrieren fallen. So dürfe selbst erzeugter und verbrauchter Solarstrom nicht länger mit der EEG-Umlage belastet werden. Diese "Sonnensteuer" auf solaren Eigenverbrauch bezeichnet der Branchenverband als "Energiewende-Killer". Dadurch werde unter anderem die sinnvolle Nachrüstung von hunderttausenden Solarstromanlagen blockiert, die nach 20 Jahren Betriebsdauer ab 2021 aus der EEG-Förderung fallen.

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft.de

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