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Größter Batteriespeicher Sachsens in Betrieb

07.08.2017
Größter Batteriespeicher Sachsens in Betrieb

Der Chemnitzer Energieversorger eins energie und die Thüga Erneuerbare Energien (THEE) haben einen neuen Batteriespeicher in Chemnitz in Betrieb genommen. Die Anlage verfügt über eine Kapazität von rund 18.000 Autostarterbatterien, soll die regionale Stromversorgung stabilisieren und dabei jährlich etwa 46.000 Tonnen CO2 einsparen. Der Chemnitzer Stromspeicher ist der bislang größte seiner Art in Sachsen.

Für das Gelingen der Energiewende werden flexible Systeme benötigt, die Energie aufnehmen und wieder abgeben und damit Netzschwankungen ausgleichen. Diese Schwankungen können entstehen, wenn zum Beispiel Photovoltaik- und Windenergieanlagen Strom erzeugen, dieser aber im Netz nicht abgenommen und verbraucht wird. Dieses Ungleichgewicht wirkt sich auf die Frequenz im Stromnetz aus.

Roland Warner, Vorsitzender der eins-Geschäftsführung, erklärt: "Batterien kennt jeder aus dem privaten Gebrauch. Sie speichern Energie und geben diese bei Bedarf sofort wieder frei. Konventionelle Kraftwerke benötigen je nach Art oft mehrere Minuten, um hoch- oder runterzufahren. Unser Batteriespeicher hingegen kann seine volle Leistung in wenigen Sekunden abrufen. Damit ist der Batteriespeicher optimal dafür geeignet, um Schwankungen im Stromnetz auszugleichen."

Neben dem kommunalen Versorger eins hat die THEE ihre Erfahrungen aus dem Bereich erneuerbarer Energieerzeugung in das Projekt eingebracht. Dazu THEE-Geschäftsführer Thomas Walther: "Wir freuen uns, dass wir bei diesem wegweisenden Speicherprojekt der eins mitmachen können. Für die THEE war es eine strategische Entscheidung, auch in Speichertechnologien und Regelenergie zu investieren. Bislang bauen und betreiben wir vor allem Windparks. Aber nicht immer weht der Wind. Deswegen ist es nur logisch, dass wir uns für Residuallast und damit beständige Energieversorgung engagieren."

Die Gesamtkosten für die Anlage belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro. Der Batteriespeicher wird durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr mit Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung in Höhe von einer Million Euro gefördert.

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Björn Katz, Redaktion Strom-Speicher.org

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