Was kosten Stromspeicher?
Nachdem die Technik und die Einsatzmöglichkeiten für Energiespeicher sich im Bewusstsein der Bevölkerung immer weiter durchsetzen, taucht bei vielen Interessenten die Frage nach den Kosten für die begehrten Anlagen auf. Für die meisten ist der Einsatz der Speicher im eigenen Umfeld eine Option zum Sparen von Energiekosten und zur Erzielung eines umweltbewussten Verhaltens zur Beruhigung des eigenen Gewissens.
Speicherkosten bei Großprojekten
Nur für Großunternehmen und öffentliche Auftraggeber sind Großprojekte wie Stauseen und Pumpspeicherwerke realisierbar. Nicht nur der finanzielle Rahmen, sondern auch die organisatorischen Erfordernisse mit Raumordnungsverfahren und Trägern öffentlicher Belange erfordern Fachkompetenz und Zeit. Um sich dennoch an dieser Zukunftstechnik beteiligen zu können, werden die finanziellen Mittel häufig über Beteiligungen oder Fonds eingesammelt. So können sich Verbraucher oft an kommunalen Projekten direkt beteiligen.
Speicherpreise für Haustechnik sind erschwinglich
Im eigenen Umfeld sind Energiespeicher auch für den Privathaushalt realisierbar und bieten attraktive Möglichkeiten. Im Alltag sind die kleinen Speicher längst unauffällig im Einsatz. Akkumulatoren, fälschlich auch als aufladbare Batterien bezeichnet, sind in nahezu jedem Haushalt vorhanden. Sie sind für wenige Euro im Handel erhältlich. In Verbindung mit der Heizung bietet sich für moderne Energiespeichertechnik ein weites Anwendungsgebiet. Kleine Anlagen verursachen nur wenig Kostenaufwand und haben oft Preise von unter 1000 Euro. Mittlere und größere Anlagen, wie etwa die Speicher der Firma Weishaupt, haben Preise von 1000 bis 4000 Euro und können als Pufferspeicher für die Beheizung von Einfamilienhäusern eine enorme Effizienzsteigerung bedeuten. In ihnen wird Solarenergie als Wärme gespeichert, die während der Nachtzeit oder sonstigem Bedarf wieder verfügbar gemacht werden kann. So kann die kostenlose Sonnenwärme zeitversetzt zur Beheizung herangezogen werden.
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Kostenreduktion und Amortisierung
Die ursprünglichen Investitionen in Speicheranlagen für Wärme oder Strom amortisieren sich im Laufe der Betriebsdauer. besonders attraktiv sind die Amortisationsfristen bei thermischen Energiespeichern. Sie sind in der Herstellung im Vergleich zu Stromspeichern preiswert und technisch unkompliziert. In Verbindung mit den Anschaffungskosten für die erforderlichen Kollektoren zur Wärmesammlung sind die Investitionen überschaubar. Privathaushalte können mit einer Senkung der Heizkosten von etwa 30% rechnen. So erwirtschaften die Anlagen ihre Kosten in wenigen Jahren und sparen nach ihrer Amortisation bares Geld. Etwas länger dauert dieser Vorgang bei Speicheranlagen für Strom und Kollektoren für Photovoltaik. Dennoch ist die Investition lukrativ, wenn die gesammelte Energie für Elektromobilität eingesetzt wird. In der Gegenrechnung zu Benzin oder Diesel ist das praktisch kostenlose Tanken von selbst erzeugter elektrischer Energie zukünftig wohl eines der attraktivsten Investments. Energiespeicher werden im Rahmen der Energiewende weiter an Bedeutung gewinnen.
